Bildbearbeitung

Wenn man nicht gerade eine sehr teure professionelle digitale Spiegelreflexkamera besitzt, kann man davon ausgehen, dass die Bilder von der Kamera automatisch im JPEG-Format gespeichert werden, was man an der Dateiendung „jpg“ oder „jpeg“ hinter dem Dateinamen leicht erkennen kann. JPEG steht für Joint Photographics Expert Group und wurde vor mehr als zehn Jahren zur platzsparenden Speicherung von Bildern und Fotos als Standard festgelegt. Besonders beliebt ist dieser Dateityp vor allem auch für Internetseiten, da sich hiermit Bilder in recht hoher Qualität aber mit sehr geringen Ladezeiten darstellen lassen. Bei einem JPEG muss beachtet werden, dass ein Bild, welches in diesem Dateiformat gespeichert wird, nicht seine volle Qualität behält, sondern durch die Komprimierung Qualität verloren geht. Es gibt aber auch komprimierte Dateiformate ohne Qualitätsverlust wie ein TIFF, PNG oder GIF und das unkomprimierte Rohformat RAW.
Bei den meisten einfachen Kompaktkameras ist das JPEG, das einzige einstellbare Dateiformat. Dies ist vor allem deshalb der Fall, weil eine unkomprimierte Version der Bilder durch ihre ca. zehnfache Datenmenge zu wesentlich längeren Speicherzeiten als auch zu Platzproblemen auf der Speicherkarte führen würde. Ein JPEG in höchster Auflösung bietet in den meisten nicht professionellen Fällen genügend Qualitätskapazitäten, so dass man auch nach der Nachbearbeitung noch eine angemessene gute Bildqualität bewahren kann.
Ein weiteres bekanntes Dateiformat ist das PSD. Hierbei handelt es sich um das Format des bekannten Bildbearbeitungs- und Grafikprogramms Photoshop von Adobe. Dieses zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sich neben den Bilddaten auch zusätzliche Informationen wie Farbprofile, verschiedene Ebenen sowie einzelne Arbeitsschritte der Nachbearbeitung abspeichern lassen.
Grundsätzlich bietet fast jedes Bildbearbeitungsprogramm ein eigenes Dateiformat an. Es braucht also oft etwa Übung, um hier einen Überblick zu gewinnen. Hier an dieser Stelle können längst nicht alle Formate beschrieben werden, sondern soll lediglich eine kurze Einführung in die wichtigsten und populärsten Bilddateiformate gegeben werden.