Fonts & Verzierungen – woher nehmen?

Eine erste Grundausstattung an Schriften wird eigentlich immer mit dem jeweiligen Betriebssystem mitgeliefert. Diese Schriftstile, die meist im True-Type Format vorliegen (.ttf) kann man dann über Text- und Grafikprogramme, die Systemsteuerung oder Suchfunktionen finden, nutzen und verwalten.
Wenn man weitere True Type Schriftarten benutzen möchte, so lohnt es sich einfach einmal bei Google oder einer anderen Internetsuchmaschine nach dem Begriff „ttf“ zu suchen oder gleich bei Google den Operator „filetype: ttf“ ins Suchfeld ein zu tragen. Weitere mögliche Dateiformate für Schriftstile sind Post Script Type (Endung „.pfb) und Open Type (Endung „.otf“).
Bis vor einigen Jahren war es zur Gestaltung von Seiten eines Fotobuches oder anderen Printstücken CDs mit Grafiken wie Cliparts oder Fontsammlungen käuflich zu erwerben. Diese Art der Beschaffung von Verzierungen ist allerdings durch das meist kostenlose Angebot im Internet völlig aus der Mode gekommen.
Die Grafiken etc. auf den CDs von damals haben heute aber auch zusätzlich in puncto Qualität und Ästhetik gegenüber den modernen Versionen aus dem Internet das Nachsehen und werden dem anspruchsvollen Fotobuch-Macher kaum noch genügen.
Der Einsatz eines sogenannten Alpha Channels kann ebenfalls bei der Erstellung eines Fotobuches von großem Nutzen sein. Hier werden Informationen zu Trennlinien, Rändern, Beschriftungen und zur lagerbasierten Stapelung von Hintergründen und sorgen so für ein sauberes, artefaktfreies Übereinanderlegen der Pixel- und Vektorgrafiken. Alle Bildbearbeitungsprogramme, sowohl kostenlose als auch teure, professionelle, bieten eine solche Funktion mit Angabe von Pinselstärke und Kurvenradius an.

Als Hintergrund für viele Fotobuchseiten wird kann man auch der modernen Designsprache folgen und beispielsweise eine einfache Textur wie die von Holz oder Stein oder einen simplen Farbverlauf verwenden. Solche Texturen kann man im Internet gut durch die Verwendung der einschlägigen Suchmaschinen finden, wobei natürlich immer das Urheberrecht gewahrt bleiben muss. Auch eignet sich, wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, die Verwendung eines eigenen Hintergrundbildes, welches hochskaliert und mit einem Farbfilter verfremdet werden kann.

Viele Anbieter für den Druck von Fotobüchern liefern aber auch eine große Auswahl an Templates mit. Hierbei handelt es sich um Designvorlagen, in die man dann seine Bilder, Texte und andere Ideen einfügen kann. Wenn man also selbst keinen großen Wert auf die die Abstimmung von Schriften, Farben, Hintergründen etc. legen, sondern sich vielmehr auf die Auswahl und Anordnung der Motive konzentrieren möchte, der kann auf ein solches Template zurück greifen.

In lizenzrechtlicher Hinsicht muss man sich bei der Erstellung eines privaten Fotobuches grundsätzlich keine Sorgen machen. Manchmal muss man zwar für den allgemeinen Erwerb von Grafiken und Bilder, z.B. bei Bildagenturen, bezahlen, die Verwendung der Bilder in einer Eigenproduktion mit solch geringer Auflage wie ein Fotobuch ist allerdings nicht mit weiteren Lizenzgebühren verbunden.