Typografie

Selbstverständlich stehen in einem Fotobuch die Bilder im Vordergrund und der Volksmund sagt „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“. Dennoch kann eine Bildunterschrift sowohl den Informations- als auch den Unterhaltungswert eines Fotos steigern. Auch kurze Texte mit zusätzlichen Informationen und kleinen Anekdoten sind in einem Fotobuch möglich und eine schöne Abwechslung bzw. Ergänzung zu den Bildern.
Hierzu ist es natürlich auch wichtig, den richtigen Schriftstil und die richtige Größe, passend zu den Bildern, aus zu wählen. Natürlich kann man nicht alles, der Jahrhunderte alten Kunst des Schriftsatzes wissen, aber einige Grundlagen können auch für die Gestaltung eines Fotobuches von Wert sein.
Es gibt zwei Sorten von Schriften bei der Gestaltung einer Seite: die proportionalen und die nicht proportionalen Schriftarten. Aus dem gleichmäßigen, automatischen Vorschub einer Schreibmaschine entstanden die proportionalen Schriftarten, bei denen alle Zeichen exakt die gleiche Breite haben. Bei den nicht proportionalen Schriften kann die Breite wiederum variieren. Vorteil der proportionalen Schriften ist, dass man sie leicht symmetrisch anordnen kann und einen autoritären und geordneten Stil zeigen kann. Die nicht proportionalen können hingegen etwas unordentlicher und kreativer wirken, sind aber auch schwieriger an zu ordnen.
Bei diesen zwei unterschiedlichen Schriften unterscheidet man wiederum zwischen Stilen mit Serifen und serifenlosen Schriften. Serifen sind kleine Verzierungen an den Enden der Buchstaben. Ein bekanntes Beispiel hierfür wäre Times New Roman. Sie werden oft in Printmedien wie Büchern oder Zeitungen verwendet.
Serifenlose Schriften verfügen über keine Verzierungen und machen einen eher nüchternen offiziellen Eindruck. Die Buchstaben haben unverzierte, genaue Abschlüsse. Arial wäre hierfür ein recht populäres und viel verwendetes Beispiel.Diese Schriftstile werden überwiegend bei Bildschirm und Projektordarstellungen verwandt, da Serifen bei dieser Art der Präsentation das Lesen der Schrift eher erschweren.
Man kann aber auch durch Schriftarten seinem Text einen gewissen Ausdruck verleihen. Hohe und eher schmale Buchstaben können beispielsweise lustig wirken, währen man mit breiten und flachen Zeichen seinem Text einen besonderen „Nachdruck“ verleihen kann. Durch Schriftsatztechiken wie Unterschneidungen und Ligaturen kann man solche Effekte wiederum abmildern. Heutzutage kann man diese Techniken aber auch automatisch durch das Bildbearbeitungsprogramm oder sein Betriebssystem ausführen lassen.